Fundoplikatio

Fundoplikatio 2018-02-27T00:34:31+00:00

Bei der Fundoplikatio handelt es sich um eine Anti-Refluxoperation, die als laparoskopischer, chirurgischer Eingriff am unteren Ende der Speiseröhre vollzogen wird. Im Volksmund ist die Bezeichnung auch als Magenmanschetten-Operation bekannter. Die Fundoplikatio findet bei mehr als 85% der Reflex-Patienten Anwendung und wird in verschiedene Methoden unterschieden. Das häufigste Symptom, das zu einer Fundoplikatio führt ist Sodbrennen.

Wann wird die Fundoplikatio eingesetzt?

Die Operation dann durchgeführt, wenn Therapien mit Medikamenten oder Hausmitteln keine Linderung des Sodbrennen bewirkt hat oder die chronische, ösophagealen Refluxkrankheit ( GERD ) und anderen Schädigungen der Speiseröhre (Ösophagitis, Gastroösophagitis, Ösophagus) und Dysfunktionen des Mageneingangs (unterer Ösophagussphinkter) oder bei Zwerchfellbruch. Das chronische Sodbrennen, dass durch den Reflux verursacht wird, führt in vielen Fällen zu einer Elastizitätsstörung der Speiseröhre.

Ziel der Reflux Operation

Ziel der Operation ist es, die gesunde Funktion des Mageneingangs und der Speiseröhre wieder herzustellen, sodass kein Rückfluss von sauerem Magensaft / Mageninhalt stattfindet.

Wie funktioniert die Fundoplikatio generell?

Bei der Fundoplikatio wird eine Manschette um den abdominalen Bereich der Speiseröhre gelegt, die beim Konsum von Speisen einen leichten Druck auf die sich dehnende Speiseröhre ausübt und den Rückfluss ( Reflux ) dadurch verhindert und den Mageninhalt zuverlässig verschließt. Es gibt verschiedene Verfahren, wie eine Fundoplikatio Manschette gesetzt wird. Wir unterscheiden in je 2 Spezifikationen mit je 2 Modi.

Es gibt 2 Verfahren – die Operation nach Nissen-Rosetti und je nach Toupet, die sich in der Befestigung der Manschette und dem detaillierten Vorgehen unterscheiden. Außerdem kann man zwischen einer Offenen und minimal-invasiven Operation via Endoskopie unterscheiden.

Fundoplikatio nach Nissen-Rosetti

Diese Durchführung ist nach den Chirurgen Nissen und Rosetti benannt und zeichnet sich dadurch aus, dass die Speiseröhre komplett von der Fundusmanschette umschlossen wird. Dabei wird die Vorderwand des Magenfundus locker hinter der Speiseröhre entlanggeführt. Auf diese Weise entsteht eine Schlinge im unteren Bereich der Speiseröhre (abdominaler Anteil des Ösophagus) die mit der Vorderwand des Magens vernäht wird. Um eine höhere Stabilität zu gewährleisten, werden weitere Nähte am Zwerchfell befestigt.

Fundoplikatio nach Toupet

Der Chirurg Toupet entwickelte ein Vorgehen, bei dem die Schlinge nur teilweise um die Speiseröhre herumgeführt werden kann und an der vorderen Wand der Speiseröhre und am Zwerchfell befestigt wird. Dieses Vorgehen empfiehlt sich besonders bei Motilitättsstörungen der Speiseröhre, die zum Beispiel durch eine Polyneuropathie bei Diabetes mellitus verursacht wird.

Offenere Fundoplikatio

Eine offene Operation bedeutet eine Öffnung am Oberbauch. Dieser Stil ist zwar ein Standardvorgehen, bedeutet für den Patienten jedoch einen massiven Stress und eine lange Genesungszeit innerhalb der Klinik.
Erfahrungsgemäß verzichten Patienten und Chirurgen gleichsam auf dieses Verfahren, wenn es angenehmere Herangehensweisen gibt. Eine solche ist die minimalinvasive Fundoplikatio.

Minimal invasive, endoskopische Fundoplikatio

Die wohl komfortabelste Durchführung der Fundoplikatio ist der Eingriff mit einer laparoskopischen Sonde. So werden dem Patienten lediglich ein kleine Schnitte hinzugefügt, durch die die Operationswerkzeuge mit einer Sonde eingeführt werden, die die Beobachtung des Vorgehens an einem Bildschirm ermöglicht. Durch die geringen äußeren Verletzungen wird eine schnelle Wundheilung und Genesung gefördert, was eine eine geringere Verweildauer in der Klinik bedeutet. Nach kurzer Zeit können die Patienten wieder in Ihre eigenen vier Wände entlassen werden.

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